Angst ist zunächst nichts Krankhaftes – sie wird erst dann zum Problem, wenn sie das Leben zu bestimmen beginnt: wenn Situationen gemieden werden, der Aktionsradius schrumpft, der Alltag sich um das Vermeiden organisiert. Dazu gehören Panikattacken, generalisierte Ängste (anhaltendes Sorgen ohne konkreten Anlass), soziale Ängste sowie spezifische Phobien.
Die Verhaltenstherapie gilt bei Angststörungen als Methode der ersten Wahl. Im Zentrum steht die Exposition: das schrittweise, vorbereitete Aufsuchen dessen, was bisher gemieden wurde – nicht als Mutprobe, sondern als gemeinsam geplanter Prozess, in dem Sie die Erfahrung machen, dass die befürchtete Katastrophe ausbleibt. Begleitet wird das durch kognitive Arbeit an den Gedanken, die die Angst speisen: Wir schauen uns gemeinsam an, welche Befürchtungen einer Situation tatsächlich zugrunde liegen – oft sind es überschätzte Wahrscheinlichkeiten („das geht sicher schief“) oder katastrophisierende Annahmen über die Folgen. Diese Gedanken werden nicht weggeredet, sondern überprüft: an der Realität, an Ihren eigenen Erfahrungen. Mit der Zeit verlieren sie ihre Selbstverständlichkeit.
Gerade bei sozialen Ängsten kann eine Gruppe besonders wirksam sein – sie ist der Ort, an dem genau das geübt wird, worum es geht.
Zwänge folgen einem nachvollziehbaren Mechanismus: Ein aufdrängender Gedanke löst Anspannung aus, eine Handlung – Kontrollieren, Waschen, Ordnen, gedankliches Neutralisieren – senkt sie kurzfristig. Die Erleichterung sorgt dafür, dass sich das Muster festigt. Mit der Zeit kosten Zwänge viel Zeit und Kraft, oft begleitet von Scham und dem Gefühl, sich nicht erklären zu können.
Wirksam ist hier die Exposition mit Reaktionsmanagement: Sie nähern sich der auslösenden Situation und verzichten zugleich auf die zwanghafte Handlung – so machen Sie die Erfahrung, dass die Anspannung auch von selbst nachlässt. Dieser Schritt braucht Mut und einen verlässlichen Rahmen; beides ist Teil der gemeinsamen Arbeit.
Zwangsstörungen werden häufig spät behandelt, weil sie lange verborgen bleiben. Der Weg aus der Heimlichkeit ist oft schon der erste wirksame Schritt. Zwänge zählen fachlich zum übergeordneten Bereich der Angsterkrankungen – entsprechend kann auch hier die Gruppe das Einzelgespräch ergänzen.
Depression ist mehr als Traurigkeit. Sie zeigt sich in Antriebslosigkeit, Interessenverlust, Grübeln, Schlafstörungen, dem Gefühl innerer Leere – und in dem zermürbenden Eindruck, dass sich nichts mehr lohnt. Burnout beschreibt einen verwandten Zustand chronischer Erschöpfung, meist im Kontext anhaltender Überlastung.
Ein zentraler Hebel der Verhaltenstherapie ist die Verhaltensaktivierung: Depression führt in den Rückzug, der Rückzug verstärkt die Depression – und genau diesen Kreis durchbricht die schrittweise Rückkehr zu Aktivität, oft noch bevor sich die Stimmung gebessert hat. Ergänzend arbeiten wir an den Denkmustern, die das depressive Erleben aufrechterhalten, und am Aufbau tragfähiger Ressourcen.
Weil Depression in die Isolation drängt, kann der Gruppenkontext besonders entlasten – das Erleben, mit dem eigenen Zustand nicht allein zu sein, wirkt für viele unmittelbar.
Hinter der Diagnose Borderline steht meist eine ausgeprägte Schwierigkeit mit Emotionen: Gefühle kommen schneller, heftiger und halten länger an. Das kann sich in instabilen Beziehungen äußern, in einem schwankenden Selbstbild, in Impulsivität und in dem Versuch, unerträgliche Anspannung irgendwie zu regulieren – manchmal auf Wegen, die langfristig schaden.
In der Behandlung orientiere ich mich an der Dialektisch-Behavioralen Therapie (DBT), dem für dieses Störungsbild am besten untersuchten Verfahren. Sie verbindet Akzeptanz und Veränderung und vermittelt konkrete Fertigkeiten in vier Bereichen: Achtsamkeit, Stresstoleranz, Emotionsregulation und zwischenmenschliche Wirksamkeit.
DBT-Skills sind für das Üben in der Gruppe entwickelt worden – das gemeinsame Training im sozialen Rahmen ist Teil der Methode, nicht nur Beiwerk.
ADHS verschwindet nicht mit dem Erwachsenenalter. Bei vielen bleibt sie lange unerkannt und zeigt sich weniger als äußere Unruhe denn als innere: Konzentrationsschwierigkeiten, Aufschieben, ein Gefühl chronischer Überforderung, schnelle Begeisterung neben rascher Erschöpfung. Häufig kommen Betroffene erst dann, wenn andere Belastungen – etwa Depression oder Angst – hinzugetreten sind.
Am Anfang steht die Diagnostik: ADHS lässt sich im Erwachsenenalter nicht an einem einzelnen Merkmal festmachen, sondern ergibt sich aus dem Gesamtbild – der aktuellen Symptomatik, der Lebensgeschichte (die Anzeichen reichen bis in die Kindheit zurück) und der Abgrenzung zu anderen Erklärungen wie Depression, Angst oder anhaltender Belastung. Diese sorgfältige Einordnung ist die Grundlage für alles Weitere. Verhaltenstherapie setzt an den konkreten Schwierigkeiten des Alltags an – Struktur, Zeitmanagement, Umgang mit Impulsen – und arbeitet ebenso an dem, was sich über die Jahre angesammelt hat: Selbstzweifel, das Gefühl, ständig hinterherzulaufen, ein angeschlagenes Selbstwertgefühl. Eine medikamentöse Behandlung ersetzt sie dabei nicht, ergänzt sie aber wirkungsvoll.
Hinweis: Der Schwerpunkt ADHS für Erwachsene befindet sich in meiner Praxis derzeit noch im Aufbau – sowohl das diagnostische als auch das Gruppenangebot. Bei Interesse sprechen Sie mich gerne an; ich informiere Sie über den aktuellen Stand.
Diese Aufzählung ist nicht abschließend. Psychotherapie hilft bei einem deutlich breiteren Spektrum als den hier genannten Schwerpunkten. Ob Ihr Anliegen zu meinem Angebot passt, klären wir am besten direkt im Erstgespräch – unverbindlich und ohne Verpflichtung.
Angst ist zunächst nichts Krankhaftes – sie wird erst dann zum Problem, wenn sie das Leben zu bestimmen beginnt: wenn Situationen gemieden werden, der Aktionsradius schrumpft, der Alltag sich um das Vermeiden organisiert. Dazu gehören Panikattacken, generalisierte Ängste (anhaltendes Sorgen ohne konkreten Anlass), soziale Ängste sowie spezifische Phobien.
Die Verhaltenstherapie gilt bei Angststörungen als Methode der ersten Wahl. Im Zentrum steht die Exposition: das schrittweise, vorbereitete Aufsuchen dessen, was bisher gemieden wurde – nicht als Mutprobe, sondern als gemeinsam geplanter Prozess, in dem Sie die Erfahrung machen, dass die befürchtete Katastrophe ausbleibt. Begleitet wird das durch kognitive Arbeit an den Gedanken, die die Angst speisen: Wir schauen uns gemeinsam an, welche Befürchtungen einer Situation tatsächlich zugrunde liegen – oft sind es überschätzte Wahrscheinlichkeiten („das geht sicher schief“) oder katastrophisierende Annahmen über die Folgen. Diese Gedanken werden nicht weggeredet, sondern überprüft: an der Realität, an Ihren eigenen Erfahrungen. Mit der Zeit verlieren sie ihre Selbstverständlichkeit.
Gerade bei sozialen Ängsten kann eine Gruppe besonders wirksam sein – sie ist der Ort, an dem genau das geübt wird, worum es geht.
Zwänge folgen einem nachvollziehbaren Mechanismus: Ein aufdrängender Gedanke löst Anspannung aus, eine Handlung – Kontrollieren, Waschen, Ordnen, gedankliches Neutralisieren – senkt sie kurzfristig. Die Erleichterung sorgt dafür, dass sich das Muster festigt. Mit der Zeit kosten Zwänge viel Zeit und Kraft, oft begleitet von Scham und dem Gefühl, sich nicht erklären zu können.
Wirksam ist hier die Exposition mit Reaktionsmanagement: Sie nähern sich der auslösenden Situation und verzichten zugleich auf die zwanghafte Handlung – so machen Sie die Erfahrung, dass die Anspannung auch von selbst nachlässt. Dieser Schritt braucht Mut und einen verlässlichen Rahmen; beides ist Teil der gemeinsamen Arbeit.
Zwangsstörungen werden häufig spät behandelt, weil sie lange verborgen bleiben. Der Weg aus der Heimlichkeit ist oft schon der erste wirksame Schritt. Zwänge zählen fachlich zum übergeordneten Bereich der Angsterkrankungen – entsprechend kann auch hier die Gruppe das Einzelgespräch ergänzen.
Depression ist mehr als Traurigkeit. Sie zeigt sich in Antriebslosigkeit, Interessenverlust, Grübeln, Schlafstörungen, dem Gefühl innerer Leere – und in dem zermürbenden Eindruck, dass sich nichts mehr lohnt. Burnout beschreibt einen verwandten Zustand chronischer Erschöpfung, meist im Kontext anhaltender Überlastung.
Ein zentraler Hebel der Verhaltenstherapie ist die Verhaltensaktivierung: Depression führt in den Rückzug, der Rückzug verstärkt die Depression – und genau diesen Kreis durchbricht die schrittweise Rückkehr zu Aktivität, oft noch bevor sich die Stimmung gebessert hat. Ergänzend arbeiten wir an den Denkmustern, die das depressive Erleben aufrechterhalten, und am Aufbau tragfähiger Ressourcen.
Weil Depression in die Isolation drängt, kann der Gruppenkontext besonders entlasten – das Erleben, mit dem eigenen Zustand nicht allein zu sein, wirkt für viele unmittelbar.
Hinter der Diagnose Borderline steht meist eine ausgeprägte Schwierigkeit mit Emotionen: Gefühle kommen schneller, heftiger und halten länger an. Das kann sich in instabilen Beziehungen äußern, in einem schwankenden Selbstbild, in Impulsivität und in dem Versuch, unerträgliche Anspannung irgendwie zu regulieren – manchmal auf Wegen, die langfristig schaden.
In der Behandlung orientiere ich mich an der Dialektisch-Behavioralen Therapie (DBT), dem für dieses Störungsbild am besten untersuchten Verfahren. Sie verbindet Akzeptanz und Veränderung und vermittelt konkrete Fertigkeiten in vier Bereichen: Achtsamkeit, Stresstoleranz, Emotionsregulation und zwischenmenschliche Wirksamkeit.
DBT-Skills sind für das Üben in der Gruppe entwickelt worden – das gemeinsame Training im sozialen Rahmen ist Teil der Methode, nicht nur Beiwerk.
ADHS verschwindet nicht mit dem Erwachsenenalter. Bei vielen bleibt sie lange unerkannt und zeigt sich weniger als äußere Unruhe denn als innere: Konzentrationsschwierigkeiten, Aufschieben, ein Gefühl chronischer Überforderung, schnelle Begeisterung neben rascher Erschöpfung. Häufig kommen Betroffene erst dann, wenn andere Belastungen – etwa Depression oder Angst – hinzugetreten sind.
Am Anfang steht die Diagnostik: ADHS lässt sich im Erwachsenenalter nicht an einem einzelnen Merkmal festmachen, sondern ergibt sich aus dem Gesamtbild – der aktuellen Symptomatik, der Lebensgeschichte (die Anzeichen reichen bis in die Kindheit zurück) und der Abgrenzung zu anderen Erklärungen wie Depression, Angst oder anhaltender Belastung. Diese sorgfältige Einordnung ist die Grundlage für alles Weitere. Verhaltenstherapie setzt an den konkreten Schwierigkeiten des Alltags an – Struktur, Zeitmanagement, Umgang mit Impulsen – und arbeitet ebenso an dem, was sich über die Jahre angesammelt hat: Selbstzweifel, das Gefühl, ständig hinterherzulaufen, ein angeschlagenes Selbstwertgefühl. Eine medikamentöse Behandlung ersetzt sie dabei nicht, ergänzt sie aber wirkungsvoll.
Hinweis: Der Schwerpunkt ADHS für Erwachsene befindet sich in meiner Praxis derzeit noch im Aufbau – sowohl das diagnostische als auch das Gruppenangebot. Bei Interesse sprechen Sie mich gerne an; ich informiere Sie über den aktuellen Stand.
Diese Aufzählung ist nicht abschließend. Psychotherapie hilft bei einem deutlich breiteren Spektrum als den hier genannten Schwerpunkten. Ob Ihr Anliegen zu meinem Angebot passt, klären wir am besten direkt im Erstgespräch – unverbindlich und ohne Verpflichtung.